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Microsoft Word als HTML-Editor?

Häufig wird gerade Anfängern empfohlen, Internetseiten erst einmal mit Microsoft Word zu erstellen, da dies von der Benutzerführung und -oberfläche ja hinlänglich bekannt sein dürfte und man sich somit nicht mit ungewohnten oder teilweise auch sehr gewöhnungsbedürftigen Fensterstrukturen wie z. B. bei Macromedias Dreamweaver herumschlagen muss.

Wir haben den Test gemacht und eine simple, leere Seite, die außer dem Grundgerüst einer Webseite nichts enthält, von Hand erstellt und diese dann mit dem Word-Ergebnis verglichen. Um den Test abzurunden haben wir auch noch die anderen Office-Produkte einbezogen.

Bevor Sie den Test lesen: Wir haben uns darin nur auf das Office-Paket von Microsoft konzentriert. Dieser kleine Versuch soll nicht die Frage klären, die seit Web-Urzeiten die Entwicklergemeinde teilt: "Was ist besser: Von Hand, mit MS Frontpage oder mit Macromedias Dreamweaver?", sondern nur auf die Möglichkeiten des weit verbreiteten Office eingehen.

Das Grundgerüst in bester Handarbeit

<html>
<body>
<title></title>
</html>
</head>
<body>
</body>
</html>

Dieses Grundgerüst wurde manuell mit dem Notepad, dem Texteditor von Windows, erstellt. Es hat eine physikalische Größe von 77 Byte und stellt beim Aufruf eine leere Internetseite dar.

Die Frontpage-Alternative

Unter Frontpage, dessen Look- and Feel auch jedem Windowsnutzer nach kürzester Einarbeitungszeit in Fleisch und Blut übergehen dürfte, wurde das selbe Konstrukt in folgender Ausführung erstellt:

<html>

<head>
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=windows-1252">
<meta name="GENERATOR" content="Microsoft FrontPage 4.0">
<meta name="ProgId" content="FrontPage.Editor.Document">
<title>Neue Seite</title>
</head>

<body>

</body>

</html>

Die Dateigröße beträgt bei diesem Code 279 Bytes, was im Rahmen des Vertretbaren ist, da Frontpage automatisch die Meta-Definition des Seiteninhalts eingefügt hat (was ratsam ist). Leider macht Microsoft noch ein wenig Eigenwerbung, weshalb 112 Byte für die Nennung des Editors und der Tatsache, dass das Dokument mit Frontpage erstellt wurde, verschwendet werden.

Der Word-Gigant

Microsofts Textverarbeitung Word erstellt eine leere Seite mit folgendem Quellcode:

<html xmlns:o="urn:schemas-microsoft-com:office:office"
xmlns:w="urn:schemas-microsoft-com:office:word"
xmlns="http://www.w3.org/TR/REC-html40">

<head>
<meta http-equiv=Content-Type content="text/html; charset=windows-1252">
<meta name=ProgId content=Word.Document>
<meta name=Generator content="Microsoft Word">
<meta name=Originator content="Microsoft Word">
<link rel=File-List href="./Dok2-Dateien/filelist.xml">
<!--[if gte mso 9]><xml>
<o:DocumentProperties>
<o:Author></o:Author>
<o:LastAuthor></o:LastAuthor>
<o:Revision>1</o:Revision>
<o:Created>2003-10-21T11:13:00Z</o:Created>
<o:LastSaved>2003-10-21T11:13:00Z</o:LastSaved>
<o:Pages>1</o:Pages>
<o:Company></o:Company>
<o:Lines>1</o:Lines>
<o:Paragraphs>1</o:Paragraphs>
<o:Version></o:Version>
</o:DocumentProperties>
<o:OfficeDocumentSettings>
<o:DoNotRelyOnCSS/>
</o:OfficeDocumentSettings>
</xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>
<w:WordDocument>
<w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone>
<w:DoNotOptimizeForBrowser/>
</w:WordDocument>
</xml><![endif]-->
<style>
<!--
/* Style Definitions */
p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal
{mso-style-parent:"";
margin:0cm;
margin-bottom:.0001pt;
mso-pagination:widow-orphan;
font-size:12.0pt;
font-family:"Times New Roman";
mso-fareast-font-family:"Times New Roman";}
@page Section1
{size:595.3pt 841.9pt;
margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;
mso-header-margin:35.4pt;
mso-footer-margin:35.4pt;
mso-paper-source:0;}
div.Section1
{page:Section1;}
-->
</style>
</head>

<body lang=DE style='tab-interval:35.4pt'>

<div class=Section1>

<p class=MsoNormal><font size=3 face="Times New Roman"><span style='font-size:
12.0pt'><![if !supportEmptyParas]>&nbsp;<![endif]><o:p></o:p></span></font></p>

</div>

</body>

</html>

Dieses Code-Ungetüm belegt 1847 Bytes auf der Festplatte, also das 24-fache des selbst erstellten Konstrukts und immer noch das 6-fache des mit Frontpage erzielten Ergebnisses.

Und was ist mit Excel und Powerpoint?

Excel als Tabellenkalkulation liegt es naturgemäß nicht, HTML-Seiten zu erstellen. Trotzdem haben wir auch dieses Office-Produkt in den Test einbezogen und uns davon überzeugen können, dass sich der Tabellenführer nicht für Webarbeiten empfiehlt: Die Datei breitet sich auf der Platte mit recht ansehnlichen 10928 Bytes aus, was dem 141-fachen der selbst erstellten Lösung, dem 39-fachen der Frontpagevariante und dem 6-fachen des Wordkonstrukts entspricht. Den erstellten Quellcode ersparen wir Ihnen.

Die Präsentationssoftware Powerpoint bietet mit 20406 Bytes (also dem 265-fachen des Grundgerüsts) kaum noch Vergleichsmöglichkeiten, weshalb sich auch dieses Office-Produkt nicht zur Erstellung von Webseiten eignet.

Fazit

Wer ohne grundlegende HTML-Kenntnisse, dafür aber mit dem Microsoft Office-Paket Webseiten erstellen will, sollte sich an den Netzspezialisten Frontpage wenden. Zwar können auch Frontpages Office-Kollegen HTML-Seiten erzeugen, jedoch sind diese Produkte nicht auf dieses Ziel ausgerichtet, was sich an der Qualität der Ergebnisse zeigt.

Frontpage produziert zwar auch gerne unnötigen Quelltextballast, eignet sich aber gerade für Anfänger recht gut, schnell und ohne lange Einarbeitung zumindest einfache Webseiten zu erzeugen. Wer sich wirklich auf längere Zeit mit WYSIWYG-Editoren (Abk. f. "What You See Is What You Get", womit Editoren bezeichnet werden, die wie eine Textverarbeitung agieren) beschäftigen will, sollte sich auf jeden Fall auch noch mit Frontpage-Alternativen wie Macromedias Dreamweaver, NetObjects Fusion oder dem Namo Webeditor beschäftigen. Wobei man letztendlich "hängenbleibt", hängt von der eigenen Zielsetzung und den persönlichen Vorlieben ab.

Eine kleine Anmerkung

Die Rohfassung dieses Textes, von Hand erstellt, bringt 6743 Bytes auf die Platte, 6863 Bytes beansprucht die mit Frontpage formatierte Seite, und Word verlangt 12687 Bytes. Excel liegt mit 35494 Bytes ebenso wie Powerpoint mit 35101 Bytes weit außerhalb des Vertretbaren.

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